Gebührenrechner für Briefmarken-Auktionen
Bei einer Auktion erhalten Sie den Zuschlag abzüglich Einliefererprovision sowie Los-, Foto- und Versicherungsgebühren. Das Aufgeld zahlt der Käufer zusätzlich zum Zuschlag – es geht also nicht von Ihrem Anteil ab. Bieter rechnen es aber ein und bieten entsprechend weniger, was den Zuschlag drückt. Tragen Sie Ihre Zahlen ein und sehen Sie, was bei Ihnen ankommt und wie das im Vergleich zu einem Händlerangebot oder dem Online-Verkauf abschneidet.
Vergleichen Sie Angebote danach, was tatsächlich bei Ihnen ankommt, nicht nach dem Schätzpreis. Ein höherer Schätzpreis mit höheren Gebühren kann Ihnen weniger bringen als ein niedrigerer mit geringeren Gebühren.
Gebührenrechner
Beträge in Euro (in jeder anderen Währung rechnet der Rechner genauso). Nichts von dem, was Sie eingeben, verlässt diese Seite.
Wissen Sie, was Ihre Marken wert sind, bevor Sie einliefern.
Beispiele für Gebühren
Die folgenden Zahlen sind typische Beispiele als Startwerte für den Rechner, nicht die Konditionen eines bestimmten Auktionshauses oder Marktplatzes. Die Gebühren hängen vom Haus, vom Umfang der Einlieferung und von der Verhandlung ab – lesen Sie vor der Unterschrift die AGB bzw. Versteigerungsbedingungen des Hauses.
| Gebühr | Wer zahlt | Typisches Beispiel |
|---|---|---|
| Einliefererprovision | Verkäufer | Etwa 10–20 % vom Zuschlag; bei großen oder wertvollen Einlieferungen oft weniger |
| Aufgeld | Käufer | Etwa 15–25 % zusätzlich zum Zuschlag |
| Los-, Foto- und Versicherungsgebühren | Verkäufer | Kleine Pauschalen oder Prozentsätze; manchmal in der Provision enthalten |
| Rückgabegebühr für unverkaufte Lose | Verkäufer | Wird manchmal berechnet, wenn ein Los seinen Ausruf- oder Mindestpreis nicht erreicht |
| Plattform- und Zahlungsgebühren online | Verkäufer | Insgesamt etwa 10–15 % vom Verkaufspreis, dazu das Porto |
So rechnet der Rechner
- Zuschlag. Ist Ihr Schätzwert der Gesamtbetrag, den der Käufer zahlt, ergibt sich der Zuschlag als dieser Betrag geteilt durch (1 + Aufgeld). Andernfalls ist der Schätzwert der Zuschlag.
- Netto für Sie = Zuschlag − Provision − Versicherung − Los- und Fotogebühren.
- Händler = das Angebot, wie es ist: Ein Händler zahlt den Einkaufspreis, ohne weitere Abzüge.
- Online = Verkaufspreis − prozentuale Gebühren − Porto, Verpackung und Angebotsgebühren.
Der Verkaufsweg mit dem höchsten Nettoerlös wird markiert. Ein Händlerangebot, das niedrig wirkt, kann am Ende vorne liegen, wenn man Gebühren, Zeit und das Risiko unverkaufter Lose einrechnet – und für gängiges Material zahlt ein Händler, der in Mengen kauft, ohnehin nur einen kleinen Bruchteil des Katalogwerts, egal auf welchem Weg Sie verkaufen. Mehr dazu (auf Englisch): Einlieferungsgebühren erklärt, Auktion oder Online-Verkauf und Verkaufswege und ihre Kosten.
Häufige Fragen
Geht das Aufgeld vom Erlös des Einlieferers ab?
Nein. Der Käufer zahlt es zusätzlich zum Zuschlag; Ihre Provision und Gebühren werden nur auf den Zuschlag berechnet. Für Sie spielt es trotzdem eine Rolle: Bieter wissen, dass sie das Aufgeld zahlen, bieten deshalb weniger, und der Zuschlag liegt unter dem Gesamtbetrag, den sie auszugeben bereit sind.
Welche Gebühren berechnet eine Briefmarken-Auktion dem Einlieferer?
Eine Einliefererprovision in Prozent vom Zuschlag, dazu Gebühren etwa für Losbildung, Fotos und die Versicherung, solange die Marken beim Haus liegen, und manchmal eine Gebühr für unverkaufte Lose. Lesen Sie die Einlieferungsbedingungen Zeile für Zeile, bevor Sie unterschreiben.
Ist eine Auktion oder ein Händler besser für den Verkauf von Briefmarken?
Eine Auktion lohnt sich für seltenes, hochwertiges oder geprüftes Material, bei dem konkurrierende Bieter den Preis machen. Bei gängigen Marken und Sammellosen bringt das sofortige Angebot eines Händlers oder ein Online-Verkauf oft mehr, sobald Auktionsgebühren und Mindestlosgrößen eingerechnet sind. Tragen Sie oben beide Beträge ein, um sie zu vergleichen.
Sind die Beispielgebühren die echten Gebühren eines Auktionshauses?
Nein. Es sind typische Beispiele als Startwerte für den Rechner. Jedes Haus legt eigene Bedingungen fest, und bei einer großen Einlieferung ist die Provision oft verhandelbar – rechnen Sie mit den Zahlen aus den Bedingungen, die man Ihnen anbietet.
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